Überblick
Die Ausbildung für die Pflege soll insbesondere dazu befähigen:
1. Die folgenden Aufgaben eigenverantwortlich auszuführen:
- Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege,
- Evaluation der Pflege, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege,
- Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen und ihrer Bezugspersonen in der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit,
- Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes,
2. Die folgenden Aufgaben im Rahmen der Mitwirkung auszuführen:
- Eigenständige Durchführung ärztlich veranlasster Maßnahmen,
- Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation,
- Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen,
3. Interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen zu entwickeln.
Der theoretische und praktische Unterricht (2.100 Std.) umfasst folgende Themenbereiche:
- Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen erkennen, erfassen und bewerten
- Pflegemaßnahmen auswählen, durchführen und auswerten
- Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen fachkundig gewährleisten
- Bei der Entwicklung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten mitwirken und diese in das Pflegehandeln integrieren
- Pflegehandeln personenbezogen ausrichten
- Pflegehandeln an pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten
- Pflegehandeln an Qualitätskriterien, rechtliche Rahmenbestimmungen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten
- Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
- Lebenserhaltende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes einleiten,
- Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen
- Auf die Entwicklung des Pflegeberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen
- In Gruppen und Teams zusammenarbeiten.
Die Wissensgrundlagen umfassen:
- Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften
- Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin
- Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften
- Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft
Praktische Ausbildung (2.500 Std.):
I. Allgemeiner Bereich:
- Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten in den Fächern Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege,
- Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten.
II. Differenzierungsbereich:
- Gesundheits- und Krankenpflege, stationäre Pflege in den Fachgebieten Innere Medizin, Chirurgie, Psychiatrie.
III. Vertiefung.
Ab der zweiten Hälfte der Ausbildungszeit 80-120 Stunden Nachtdienst unter Aufsicht.
Zugangsvoraussetzungen
- Abschluss der zehnten Klasse oder vergleichbarer Abschluss
- Gesundheitliche Eignung
- Hepatitis A+B-Impfung
- Soziale Kompetenz
- Führerschein von Vorteil
- Bereitschaft zur bundesweiten Vermittlung
- Bereitschaft zum Schichtdienst
Ausbildungsdauer
Drei Jahre Vollzeitausbildung an der Berufsfachschule einschl. Praktikum
Abschluss
Staatlich geprüfte/r Gesundheits- und Krankenpfleger/in
Kosten
Bei Eignung und Erfüllung aller Fördervoraussetzungen werden die Kosten mittels
Bildungsgutschein übernommen.
Bitte wenden Sie sich an Ihre zuständige Agentur für Arbeit bzw. Ihre ARGE.
Ausbildungsbeginn
01.09.2010
Praktikum
Die Praktikumseinsätze werden durch die Schule organisiert, damit die Qualität der praktischen Ausbildung sichergestellt werden kann.
Unterrichtsort
Weiterbildungsakademie Dresden Medizinisches Ausbildungszentrum Staatlich genehmigte Berufsfachschule für Physiotherapie Heidenauer Straße 23 01259 Dresden
Berufsaussichten
Nach der bestandenen Prüfung können Sie ein Fachgebiet wählen, in dem Sie Ihre Fähigkeiten und Neigungen einbringen möchten.
Weiterbildungsmöglichkeiten
In einigen Fachgebieten ist es möglich, sich durch spezielle Weiterbildungen eine zusätzliche Qualifikation zu erwerben. Dies gilt beispielsweise für die Fachgebiete Onkologie, Psychatrie, den Operationsdienst sowie die Anästhesie- und Intensivpflege.
Es besteht die Möglichkeit eines Studiums in:
- Pflegewissenschaft
- Pflegemanagement
- Pflegepädagogik