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Der Arbeitsalltag unserer Ausbildungsberufe

 

Sie haben sich schon immer gefragt, was Physio- und Ergotherapeuten, Krankenpflegehelfer oder Pharmazeutisch-technische Assistenten in ihrem Berufsalltag erleben? Dann haben wir alle wichtigen Infos und einen tollen Einblick in die Aufgaben in unsere vier medizinischen Ausbildungsberufe. Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

Physiotherapie ist viel mehr als nur Massieren


 

 

Vor Jahren habe ich mich für eine Ausbildung zum Physiotherapeuten interessiert und mich, mit der Einstellung Menschen zu helfen, beworben. Die einzigen Erfahrungen und Kontakte zur Physiotherapie hatte ich bis dahin nur durch einen Sportunfall und durch ein 14- tägiges Schulpraktikum. Die gesetzlichen Voraussetzungen hatte ich mit dem Abitur mehr als erfüllt, denn die Grundvoraussetzung war mindestens der Realschulabschluss. In der dreijährigen anspruchsvollen Ausbildung habe ich dann einen deutlich tieferen Einblick in die breiten Felder der physiotherapeutischen Tätigkeiten bekommen. Aus dem Schulfach Biologie wurden Anatomie und Physiologie und aus Physik die Fächer Biomechanik und Trainingslehre. Diese und noch mehr Fächer stellten jeweils die Grundlagen für die physiotherapeutischen Anwendungsgebiete. Ich wusste damals, dass Massieren, Elektrotherapie und die therapeutischen Bäder nur einen kleinen Teil der Physiotherapie darstellten. Rückblickend, muss ich eingestehen, war mir die Bedeutung der Bewegung und der Bewegungsmechanismen des menschlichen Körpers bis dahin nicht bewusst. Heute, fünf Jahre nach meinem Abschluss und nebenberuflichem Studium, ist mir mehr denn je klar geworden, was die Physiotherapie beinhaltet und welche soziale und medizinische Bedeutung sie trägt.

 

Für mich ist sie eine Lebensphilosophie geworden, denn neben dem fachlichen Können, kommt es in der Physiotherapie auch sehr darauf an, die Patienten zu verstehen und gemeinsam mit ihnen den Weg der Therapie zu gestalten. Besonders bewusst ist mir dies bei Herrn Starke*, einem Patienten nach einem schweren Autounfall mit der Folge eines 4-wöchigen künstlichen Komas, geworden. In Vorbereitung auf die Befundaufnahme habe ich intensiv die ärztlichen und psychologischen Berichte der vorherigen Klinik sowie die mitgelieferten Befunde gesichtet. Durch eine nochmalige Befundaufnahme wurden die aktuellen Symptomausprägungen nach diesem Schädelhirntrauma deutlich. Am auffälligsten waren die starke Halbseitenlähmung der rechten Körperhälfte und die Gangunfähigkeit, da der Patient im Rollstuhl saß und alles mit der ungewohnten linken Hand machen musste.

 

Erstaunt und tief beeindruckt war ich, als mir Herr Starke seine persönliche Zielstellung verriet. Er wollte seine Tochter zu ihrer Hochzeit begleiten. Und selbst zum Traualtar führen, ohne Rollstuhl, ohne Gehhilfe. Selbst laufen! Damit hatte ich nicht gerechnet. Aus Erfahrung waren die größten Ziele bei den meisten Patienten mit einem identischen Krankheitsbild das selbständige Aufstehen oder der selbständige Toilettengang. Diese Ziele hatte Herr Starke auch, jedoch überwog der Wunsch, seine Tochter in 8 Wochen zu Fuß gehend zum Traualtar begleiten. Innerlich war ich sehr gespalten, da ich aufgrund der Schwere der Erkrankung diesbezüglich keine prognostischen Aussagen treffen wollte, ohne Herrn Starke seine Therapiemotivation zu nehmen. Daraufhin war es meine Aufgabe den Patienten aufzuklären, dass dieses Ziel sehr schwer erreichbar sein wird. Wir verabredeten aber, dass wir alle möglichen Therapien darauf ausrichten und es eine sehr anstrengende und intensive Zeit werden würde. Gemeinsam mit dem interdisziplinären Stationsteam, also Ergotherapeuten, Schwestern, Ärzte, Psychologen, dem Sozialdienst und Herrn Starke richteten wir die Therapie an dem Wunschziel aus. Dabei war es von Vorteil, dass ich in der Ausbildung schon Unterrichtseinheiten gemeinsam mit Ergotherapeuten absolviert hatte. So wusste ich, welche Schwerpunkte ich mit den Kollegen absprechen musste.

 

Im interdisziplinären Austausch ergänzten wir die jeweiligen Befunde und beschlossen, dass die Ergotherapie morgens gemeinsam mit dem Patienten den Transfer aus und in den Rollstuhl sowie auf die Toilette und nachmittags mit dem noch gelähmten Arm mittels Spiegel und dann folgend mit alltäglichen Anforderungen, wie das Greifen von Besteck, trainiert. Ich als Vertreter der Physiotherapie habe mich dann nochmals intensiv mit den gegebenen Therapieverfahren auseinandergesetzt, um einen möglichst effizienten Therapieplan zu erstellen. Dieser beinhaltete morgens und ein Aufstandtraining für 30 min und nachmittags die Dehnung der Muskulatur für 30 min. Dabei waren die biomechanischen, neurophysiologischen und -anatomischen Kenntnisse Gold wert. Ohne diese Grundlagen hätte ich es kaum geschafft, Herrn Starke nach wenigen Therapieeinheiten, trotz geringer Kraft auf seiner rechten Seite, einen selbständigen Aufstand zu ermöglichen. Die Erfolge des Aufstandtrainings konnten in der Ergotherapie gleich weiter im Transfertraining umgesetzt und gefördert werden. Nebenbei hatte ich meinem Patienten - soweit es möglich - war einen Muskelstimulationsstrom angelegt, welcher die Muskulatur kräftigen und die Nerven anregen sollte. Nach 1,5 Wochen waren die ersten Therapieerfolge sichtbar. Der Patient konnte den Aufstand und den Transfer selbständig sicher durchführen. In der interdisziplinären Teamsitzung wurde dann das weitere Vorgehen besprochen. Für die nächsten physiotherapeutischen Einheiten hatte ich mit Herrn Starke den Schwerpunkt auf die Gangrehabilitation gelegt, während die Ergotherapie die Transfersicherheit auf die Toilette sowie die motorische Förderung des rechten Armes als Schwerpunkt hatte.

 

Außerdem ermöglichte ich unserem Patienten über die normale Therapie hinaus - natürlich immer mit Rücksprache mit dem behandelnden Arzt - an einem stationären Therapiefahrrad selbständig die Beinkraft zu stärken sowie in Gruppentherapien das Gehen, die Balance und die Armmotorik zu trainieren. Nach ca. 3,5 Wochen intensiver Therapie und sehr guter Fortschritte hatte Herr Starke eine kleine „Durststrecke“ und kam nicht mehr ganz so fröhlich und motiviert zur Therapie. Dank der Gesprächsführungsseminare aus der Ausbildung und einer großen Portion Empathie konnte ich schnell den Grund für diese Verstimmung ausfindig machen und Herrn Starke emotional wieder aufbauen.

 

Fortan führte er die von Physio- und Ergotherapie gemeinsam konzipierten Übungen außerhalb der Therapieeinheiten auch auf der Station durch. Nach 6 Wochen war es dann endlich soweit: ich konnte Herrn Starke zum ersten Mal mit einem Gehstock 10 Meter gehen lassen, ohne ihn festzuhalten. Voller Freude rief er die gesamte Station zusammen und zeigte allen Patienten, Schwestern und dem Arzt, was er kann und ging die gleichen 10 Meter wieder zum Rollstuhl zurück. Dafür bekam er von allen anwesenden Personen einen Riesenapplaus. Das war nicht nur für mich ein sehr berührender Moment. Direkt danach sagte Herr Starke zu mir, dass er jetzt vielleicht doch sein größtes Ziel erreichen könnte. Wir vereinbarten daraufhin, dass in der Physiotherapie weiterhin intensiv an der Sicherheit des Gehens gearbeitet werden sollte. Mit dem Hintergrundwissen aus der Trainingslehre entwickelte ich einen Therapieplan, der Belastungsspitzen sowie Erholungsphasen beinhaltete. Zusätzlich habe ich mit dem Kollegen der Ergotherapie besprochen, dass er mit Herrn Starke auch mal das Überqueren einer Straße sowie das Einkaufen im nahegelegenen Markt übt. In der letzten Therapiewoche konnte unser Patient dann über einen Kilometer mit einem Stock selbständig gehen und sicher eine Straße überqueren. Außerdem hatte er es geschafft, ohne Hilfsmitte innerhalb des Gebäudes sicher zu gehen. Durch die Gruppentherapien und Förderung der Motorik der rechten Hand war es ihm möglich geworden, sich selbständig wieder anzuziehen und seinen Alltag langsam, aber selbständig bewältigen. Das Treppensteigen meisterte er auch. Dies war eine wichtige Voraussetzung für die Entlassung nach Hause, da seine Wohnung im dritten Stock lag.

 

Rückblickend zeigt mir dieses Beispiel, welche große Verantwortung ich als Physiotherapeut habe. Nur durch eine gelebte positive Einstellung zur Therapie und einem hohen Interesse am Patienten sowie durch die Beachtung der individuellen Wünsche und Ziele des Patienten konnte es zu diesem Erfolg kommen. Dass Physiotherapie auch in Verbindung mit anderen Therapien so etwas ermöglicht, hätte ich vor und auch direkt nach der Ausbildung nicht gedacht.

 

Zum Abschluss und als Dank gab es dann für mich und meinen Ergotherapiekollegen eine große Überraschung: wir wurden zur Hochzeit eingeladen und durften miterleben, wie unser Patient seine Tochter ohne Gehstock zum Traualtar führte. Die gesamte Familie stand auf und applaudierte bei jedem Schritt. In einer ergreifenden Rede am Abend wurde meinem Kollegen und mir sowie dem Rest des Teams für die Ermöglichung seines Traumes ein tiefer Dank ausgesprochen.

 

Dieses Gefühl der Dankbarkeit für die Erfolge selbstverständlicher Aktivitäten, wie Gehen oder etwas Greifen können, ist etwas Unbeschreibliches und Unvergleichbares. Es macht den Beruf für mich immer wieder zu einem Traumberuf, der durch die verschiedenen Facetten und individuellen Charaktere der Patienten jeden Tag spannend und aufregend bleibt.

 

Marco W.

*Name von der Redaktion geändert

 

 

 

 

 

Kreativität und handwerkliches Geschick –

der abwechslungsreiche Alltag eines Ergotherapeuten 

 

Jonas ist 25 Jahre und arbeitet als Ergotherapeut in einer großen Praxis in Dresden. Nach seiner dreijährigen Ausbildung hat er schnell eine Anstellung in seinem Traumberuf gefunden. Aber was machen Ergotherapeuten genau und wie sieht ein normaler Tag aus? Jonas hat uns die Möglichkeit gegeben einen Blick über seine Schultern zu werfen, um eine Vorstellung von seinem Arbeitsalltag zu bekommen.

 

Am Morgen mache ich einen Hausbesuch bei einer Patientin, die vor wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden ist. Nach einer großen Operation am Hüftgelenk ist sie eine Weile auf einen Rollator angewiesen. Als ich das erste Mal bei ihr war, schaute ich mir ihren Alltag und ihre Wohnraumgestaltung an und untersuchte genau, womit es Probleme geben könnte. Heute habe ich verschiedene Hilfsmittel mitgebracht, damit sie selbstständig im Alltag zurechtkommt. 

 

Später ist mein erster Patient in der Praxis Hannes. Der achtjährige Junge kam vor ein paar Wochen zu mir, weil er sich in der Schule schlecht konzentrieren kann und deshalb viele Aufgaben nicht zu Ende bringt. Wir üben zweimal in der Woche, wie ihm dies besser gelingen kann. Beim ersten Gespräch erzählte er mir begeistert von der Werkstatt seines Opas. Er liebt es, mit Holz zu arbeiten. Heute beenden wir sein Projekt - ein Vogelhaus. Er hat es für seine Mama geplant, angerissen, gesägt, geschliffen und zusammengebaut. Zu Beginn konnte Hannes sich nur für 10 Minuten auf eine Aufgabe konzentrieren, mittlerweile sind 45 Minuten Konzentration kein Problem mehr.

 

Nach dem Mittagessen fahre ich gemeinsam mit einem Kollegen aus der Physiotherapie in eine Seniorenresidenz. Unsere Patientin hatte einen Schlaganfall und wir arbeiten seit einigen Wochen parallel an ihrem Heilungsprozess. Heute möchten wir unser Therapievorgehen kombinieren, um der Patientin die beste Möglichkeit für ein selbständiges Übersetzen vom Bett in den Rollstuhl zu ermöglichen. Die Denkanstöße und Herangehensweise meines Kollegen aus der Physiotherapie sind eine wunderbare Ergänzung zu meiner Arbeit.

 

Mein nächster Patient hat seit seiner Kindheit immer wieder Angstzustände. In Stresszeiten verstärken sich diese zu Panikattacken. Gerade wurde er in seinem Beruf befördert und diese neue Herausforderung hat seine Krankheitssymptome verstärkt. In unserer Therapiezeit üben wir durch Gespräche, seine Ängste einzuordnen. Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen helfen ihm, seine Symptome selbstständig zu regulieren und geben ihm mehr Selbstvertrauen.

 

Der letzte Patient für heute hat bei einem schlimmen Betriebsunfall seine rechte Hand verloren. In ein paar Wochen soll er eine Prothese angepasst bekommen. Dafür muss ich seinen gut verheilten Stumpf vorbereiten. Mit verschiedenen Materialien und Grifftechniken arbeite ich an der Versorgung der Haut, der unkomplizierten Vernarbung und der Vorbereitung der Muskulatur auf die ungewohnte Belastung. Natürlich bleibe ich bei den Behandlungen selber Mensch und unterstütze meinen Patienten seelisch wie moralisch und mache ihm Mut.

 

Am Ende des Tages schreibe ich noch meine Patientenberichte. Ich bin stolz, an einem Tag vielen verschiedenen Menschen auf ihrem schwierigen Weg der Besserung geholfen zu haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Arbeitstag eines Krankenpflegehelfers

 

Philipp ist 20 Jahre alt und arbeitet als Krankenpflegehelfer. Er fand nach seinen Abschlussprüfungen sofort einen Job im Pflegeheim, in welchem er auch seine Praktika absolviert hat. Am meisten liebt er an seinem Beruf, die pflegebedürftigen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen zu begleiten und zu unterstützen. Wie ein Arbeitstag aussieht, hat er für uns aufgeschrieben.

 

6:00 Uhr: Der Frühdienst beginnt mit der Übergabe des Nachtdienstes. Es war einiges zu tun im Nachtdienst, eine Bewohner wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Jetzt beginnt die Schichteinteilung. Unsere Wohnbereichsleitung ordnet mir heute meine zu pflegenden Bewohner zu. Ich arbeite heute mit Pfleger Silvio in einem Pflegeteam und bin für 12 Bewohner verantwortlich.

 

06:30 Uhr: Wir organisieren uns alle benötigten Pflegeutensilien und beginnen mit der Morgenrunde. Unsere „Frühaufsteherbewohner“ versorgen wir zuerst, so dass die „Langschläfer“ noch ein bisschen schlummern können. Bei 4 Bewohnern ist nur eine kurze Morgentoilette vorgesehen, da sie heute Vormittag ein Vollbad nehmen werden.

 

06:40 Uhr: Ich beginne mit der sehr pflegebedürftigen Bewohnerin Frau C. Sie ist nach mehreren Schlaganfällen bettlägerig, kann kaum noch sprechen und ihre Demenz schreitet immer weiter voran. Heute Morgen macht sie auf mich einen sehr verwirrten Eindruck. Sie weiß nicht, wo bzw. wer sie ist. Ich erkläre ihr, wo sie sich befindet und wie sie heißt. Sie beruhigt sich und ich kann die Grundpflege durchführen.

 

07:30 Uhr: Jetzt habe ich meine Bewohner für das Frühstück vorbereitet. Bei den restlichen Bewohnern des Wohnbereichs bin ich heute für die Kontrolle der Vitalzeichen (Blutdruck und Puls) zuständig. Ich mache mich auf den Weg. Nach 30 Minuten und ein paar kurzen Bewohnergesprächen widme ich mich nun der Verabreichung des Frühstücks.

 

08:30 Uhr: Unsere Hauswirtschafterin hat das Frühstück für die Bewohner frisch zubereitet und erwartet mich bereits im Speisesaal. Ich bringe das Frühstück erst mal zu Herr G. Er möchte nicht im Speisesaal essen und somit bekommt er sein Essen auf dem Zimmer. Danach unterstütze ich die anderen Bewohner bei der Nahrungsaufnahme im Speisesaal.

 

10:00 Uhr: Die Bewohner sind versorgt und nun habe ich Pause. Wir treffen uns mit der ersten Frühstücksgruppe im Pausenraum und schließen für 30 Minuten die Tür.

 

10:30 Uhr: In den nächsten 1,5 Stunden bade ich die vier Bewohner von heute Morgen. Heute kommt auch der Friseur in den Wohnbereich und einige Bewohner unterstütze ich beim Friseurbesuch. In der Zwischenzeit wechsle ich noch eine paar Worte mit unseren Alltagsbegleitern, die für die Beschäftigung unserer Bewohner zuständig sind. Schwester Heike bittet mich noch zur Assistenz beim Verbandswechsel von zwei Bewohnern.

 

12:30 Uhr: Es ist Mittagszeit. Ich unterstütze die Bewohner bei der Aufnahme des Mittagessens. Danach begleite ich die Bewohner zum Mittagsschlaf. Bei den bettlägerigen Patienten wird jetzt noch eine kurze Grundpflege durchgeführt.

 

13:15 Uhr: Jetzt ist Dokumentationszeit. Ich beschäftige mich mit der Patientendokumentation und muss alle Leistungen, die ich heute erbracht habe, unterschreiben, damit die Leistungen bei der Krankenkasse abgerechnet werden können. Bei einigen Bewohnern schreibe ich noch einen kurzen Pflegebericht für die folgenden Dienste. Geschafft!

 

14:30 Uhr: Der Spätdienst ist da und wir treffen uns zum Übergabegespräch. Um 15:00 Uhr habe ich Feierabend. Ich helfe meinen Kollegen, die Bewohner zum täglichen Kaffeetrinken in den Speisesaal zu begleiten.

 

15:30 Uhr: Ich habe Feierabend und verabschiede mich von meinen Kollegen und Bewohnern.   

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Zwischen Salben und Rezepten – Lauras spannender Alltag als Pharmazeutisch-technische Assistentin


Laura ist 20 Jahre alt und arbeitet als Pharmazeutisch-technische Assistentin in einer Apotheke. Nach der zweieinhalbjährigen Ausbildung fand sie sofort eine Anstellung. Am meisten liebt sie an ihrem Beruf den abwechslungsreichen Alltag. Wie ein Arbeitstag aussieht, hat sie für uns aufgeschrieben.

 

7:45 Uhr: Heute beginnt mein Arbeitstag früh, ich bin die erste und muss die Apotheke aufschließen. Schnell noch den weißen Kittel angezogen, die Kundenzeitschriften geordnet und ein letzter Kontrollblick, dass die Verkaufstische ordentlich aussehen, dann lasse ich die Kunden ein. Eine Stunde bin ich mit Beratung und Medikamentenausgabe gut beschäftigt.

 

9:00 Uhr: Es ist Sommer, Zeit die neuen Produkte der Saison ins Schaufenster zu stellen. Man muss ein bisschen Übung haben, um Sonnenmilch, Mückenschutz und Zeckenzangen ansprechend zu präsentieren.

 

10:00 Uhr: Alle Kollegen sind im Gespräch mit Kunden. Herrn Müller kenne ich schon – er kommt öfter zu uns, heute wegen Kopfschmerzen. Ich berate und frage nach, wie lange Herr Müller bereits Kopfschmerzen hat, ob er beim Arzt war oder eventuell andere Medikamente einnimmt.

 

11:00 Uhr: Jetzt muss ich in unser Labor, um bestellte Salben herzustellen, die auf Rezept angefertigt werden müssen. Ich fülle die Salben in kleine Kruken und vermerke auf den Etiketten die erforderlichen Angaben. Später mache ich Pause und genieße die Mittagssonne.

 

13:00 Uhr: Neue Ware vom Großhandel ist eingetroffen. Alles muss im Warenwirtschaftssystem verbucht und die bestellten Arzneimittel zu den Abholnummern zugeordnet werden. Eine Kundin kommt und holt die bestellten Medikamente von heute früh ab.

 

14:00 Uhr: Sehr viele Kunden wollen ihre Reiseapotheke mit Schmerzmitteln und Medikamenten gegen Durchfall auffüllen, so dass sich unser Vorrat merklich verringert. Am besten frage ich gleich bei den Herstellern nach günstigen Einkaufskonditionen an. In den nächsten Tagen gehen die Ferien los, dann wird davon bestimmt noch mehr gebraucht.

 

15:00 Uhr: Ein älteres Ehepaar möchte Blutdruck und Blutzuckerwerte kontrollieren lassen. Ich bitte die beiden in den Beratungsraum und lege ihnen nacheinander die Blutdruckmanschette an. Die Werte sind in Ordnung, dennoch möchten sie sich für eine regelmäßige Kontrolle ein eigenes Gerät anschaffen. Ich zeige ihnen die verschiedenen Modelle sowie die Funktionen. Beide entscheiden sich schnell und verlassen zufrieden die Apotheke.

 

17:00 Uhr: Langsam wird es ruhiger, ich habe Zeit, die Regale mit neuer Ware zu füllen. Ich nehme die Abendlieferung vom Großhandel entgegen und löse ein paar Bestellungen für den nächsten Morgen aus.

 

18:00 Uhr: Geschafft. Da heute mein langer Tag war, kann ich morgen eher gehen und am Nachmittag ganz in Ruhe etwas erledigen.