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Unterricht bei echten Apothekern: „Die wissen eben, wie es in der Praxis funktioniert.“

 

Die 22-jährige Lisann Püschel begann im Herbst 2014 ihre Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin an der WAD. Mittlerweile arbeitet sie festangestellt als PTA in der Sonnen-Apotheke in Dresden-Großzschachwitz und ist dort Fachberaterin für Darmgesundheit. Im Interview blickt sie auf ihre Ausbildungszeit zurück.

Liebe Frau Püschel,  wie sind Sie denn damals auf die WAD aufmerksam geworden?

Nach dem Abitur habe ich überlegt, ob ich eine Ausbildung oder ein Studium mache. Es gibt ja die KarriereStart-Messe in Dresden und die WAD hat dort auch immer einen Stand. Ich habe mir dort am WAD-Stand einen Flyer mitgenommen und das war dann letztendlich auch die einzige Bewerbung, die ich abgeschickt habe (lacht). Und dann hat es zum Glück auch gleich geklappt!

 

Und warum wollten Sie unbedingt eine Ausbildung zum PTA absolvieren?

Ich war immer schon naturwissenschaftlich interessiert und meine Schwester ist Krankenschwester und da war ich dann auch im medizinischen Bereich schon ein bisschen informiert. Und wenn man sich dafür interessiert, dann funktioniert das auch super mit dem Lernen! Ich finde, eine Ausbildung schafft immer erstmal eine Grundlage und dann kann man noch darauf aufbauen.

 

Könnten Sie einen kurzen Rückblick über Ihre 2,5-jährige Ausbildungszeit an der WAD geben?

Ich muss wirklich sagen, die Theorie ist in den ersten zwei Jahren schon ziemlich gestrafft. Dafür lernt man im letzten halben Jahr wirklich alles von der praktischen Seite kennen….da ist manches natürlich etwas anders und weicht von der Theorie ab. Für die Zukunft würde ich mir aber wünschen, dass die Ausbildungszeit auf drei Jahre erhöht wird.

 

Würden Sie die Ausbildung an der WAD weiter empfehlen?

Ja, weil ich es gut finde, dass „richtige“ Apotheker die Fächer unterrichten. Die wissen eben, wie es in der Praxis funktioniert. Es war auch eine schöne Mischung an Schülern, manche kamen gerade von der Schule und andere waren dann schon etwas älter. Davon konnte man gegenseitig profitieren.

 

Haben Sie noch Kontakt zu deinen ehemaligen Mitschülern oder Lehrern?

Zu den Lehrern eher nicht, aber zu meinen Klassenkameraden auf jeden Fall!

 

Gibt es Fort- oder Weiterbildungen, die ein PTA machen kann?

Ja, die gibt es! Ich bin zum Beispiel Fachberater für Darmgesundheit. Ich berate dann zum Beispiel über Antibiotika oder darüber, eine gesunde Darmflora aufzubauen. Das ist echt interessant! Viele Erkrankungen entstehen ja im Darm, die man manchmal noch gar nicht kennt oder zumindest noch nie aus so einem Blickwinkel betrachtet hat. Und sowas kann man dann immer in die Beratung einbauen.

 

 

Können Sie über Ihren Arbeitsalltag hier in der Apotheke erzählen?

Die  Apotheke wurde im Mai 2018 neu eröffnet. In der ersten Zeit mussten wir uns auf die Kunden neu einstellen: Was für Medikamente werden gebraucht? Wie richtet man sein Lager aus? Ansonsten ist es wie in jeder öffentlichen Apotheke: An erster Stelle stehen unsere Patienten und die individuelle Beratung zu allen Bereichen rund um das Thema Gesundheit. Dazu kommen die Arbeiten im Hintergrund: Die Warenwirtschaft mit den Lieferungen der Großhändler und die Herstellung von Rezepturen im Labor.

 

Haben Sie schon Vorstellungen, wo es dann später beruflich noch hingehen soll?

Ich würde gerne nächstes Jahr mit meinem Pharmazie-Studium beginnen, weil man dann eben doch noch einmal andere Möglichkeiten hat, in anderen Bereichen zu arbeiten. Ich würde dann damit gerne an den Fachberater für Darmgesundheit anknüpfen und zu diesem Thema in die Forschung gehen, zum Beispiel an ein Institut.

 

Vielen Dank an Frau Püschel für das Interview. Wir wünschen ihr alles Gute für die Zukunft!